Dachstuhlbrand Hotel Traube

Dachstuhlbrand Hotel Traube

Zu einem ausgedehnten Dachstuhlbrand am leerstehenden Hotel Traube, direkt neben unserem Gerätehaus, wurden wir zusammen mit den Feuerwehren Hirschegg und Mittelberg am Sonntagabend um kurz nach 19 Uhr alarmiert.
 
Da das Gebäude seit Jahren leer steht, kein Stromanschluss mehr aktiv ist und auch kein Unwetter für die Brandursache in Frage kam, musste von Personen im Gebäude ausgegangen werden. Deshalb wurde das Gebäude von mehreren Atemschutztrupps mit Wärmebildkameras abgesucht. Glücklicherweise bestätigte sich die Befürchtung nicht.
 
Sehr zeitnah war klar, dass auch mit der bereits alarmierten Feuerwehr Oberstdorf (Drehleiterzug) noch nicht das Ausreichen gefunden wurde. Deshalb wurde die Feuerwehr Sonthofen mit der Drehleiter hinzugezogen. Weiters war früh klar, dass der im Gerätehaus stationierte Atemluftkompressor nicht zur Verfügung stand, da sich der Ansaugstutzen im Brandrauch befand. Folglich wurde über die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) Feldkirch in Verbindung mit der integrierten Leitstelle (ILS) Kempten abgeklärt, wo sich die nächstgelegene mobile Atemluftfüllstelle befindet. Diese wird durch die Feuerwehr Doren (Anfahrt ca. 60 Min) betrieben und folglich angefordert. Um diese lange Anfahrtszeit überbrücken zu können, wurde zudem die Feuerwehr Blaichach mit dem Flaschenpool alarmiert.
 
Es wurde ein massiver Innen- und Außenangriff über 3 Drehleitern mit Wendestrahlrohr gestartet. Zwischenzeitlich wurden mehr als 100l Löschwasser pro Sekunde aus dem Hydrantennetz bezogen.
 
Im Laufe des Angriffs berichteten mehrere Atemschutztrupps von sehr starker Hitzeentwicklung und teilweise herabfallender Deckenteile. Folge dessen wurde wegen Gefahr in Verzug das Rückzugssignal ausgelöst und sämtliche Personen aus dem Gebäude gezogen. Zu diesem Zeitpunkt war die Beschädigung des Dachstuhls und Dachgeschosses schon weit fortgeschritten.
 
Mittels Wasserwerfern und mehreren Strahlrohren musste unser eigenes Gerätehaus sowie ein weiteres Objekt geschützt werden.
Das Blechdach erwies sich als großes Problem. Die Energie des Feuers konnte nicht entweichen. Ein Öffnen von Oben war wegen der Hitze nicht im großen Umfang möglich. Versuche die Dachhaut durch die Hilfe von 3 Traktoren mit Seilwinden zu entfernen, misslangen.
 
In weiterer Folge wurde durch Unterstützung eines Teleskopladers und später durch einen großen Ladekran mit Greifer das Blech großflächig entfernt. Diese Maßnahmen zeigten umgehend Wirkung.
 
Fortlaufend wurde mit der Drohne der Feuerwehr Sonthofen (welche gemeinsam mit dem THW Sonthofen eine Drohneneinheit betreibt), die Lage erkundet. Dieses Einsatzmittel kam bei uns zum ersten Mal zur Verwendung. Diese neue Möglichkeit zur Schaffung eines Überblicks aus vielen Blickwinkeln erwies sich als äußerst hilfreich.
 
Gegen 3 Uhr konnte Brandaus gemeldet werden. Eine Brandwache wurde noch bis 8 Uhr morgens aufrecht erhalten. Kleinere Nachlöscharbeiten wurden durchgeführt.
 
Während der gesamten Dauer der Löscharbeiten stand die Walser Rettung mit 2 Rettungswagen und zeitweise mit Notarzt zur Verfügung. Bürgermeister Andi Haid und Gemeindesekretär Roland Ritsch waren ebenfalls vor Ort und unterstützten die Einsatzmaßnahmen.
 
Wir danken für die gute Zusammenarbeit mit allen beteiligten Organisationen, Firmen und Helfern.
 
Feuerwehr Hirschegg
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